Parallelinstallationen/Linux
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Diese Seite liefert Hinweise, wie mehrere Installationen parallel unter GNU + Linux installiert werden.
Einführung
Hinweis:
- Alte Versionen zwischen Version 4.1 und 5.2 brechen den Start in einigen neuen Linux Versionen (z. Bsp. Ubuntu 17.10) mit dem Standard gtk VCL Plugin ab. Stattdessen ist das gen VCL Plugin zu verwenden:
SAL_USE_VCLPLUGIN=gen ./soffice
- Bei debugging-builds (kenntlich an der Endung -dbg) kann die .tar.gz-Datei einfach heruntergeladen und extrahiert werden und
sofficeimProgramm-Verzeichnis gestartet werden. Bitte drandenken: im Debugging-Modus nie die Performanz testen.
Automatisierte Installation
LOAIH - LibreOffice AppImage Helper ist ein bequemer Weg, automatisch verschiedene LibreOffice Versionen zu holen. Wenn einmal AppImage läuft, ist es bequem handzuhaben, da es ein einzelnes abgeschlossenes Programm ist, das keine zusätzlichen Abhängigkeiten hat.
Ein Beispiel zum Erstellen einer AppImage des neuesten daily Master build ohne zusätzliche Sprach- oder Hilfs-Pakete:
dpkgundpipxsind installiert (aus dem Package Manager)- Das Skripit aus PyPI wird installiert:
pipx install loaih - Das Skript wird folgendermaßen gestartet:
loaih build daily -p
Um das Tool zu aktualisieren wird die Option upgrade von pipx angestossen: pipx upgrade loaih (oder pipx reinstall loaih, wenn auf eine neue Hauptversion von Pyhton aktualisiert wurde).
Die AppImage Datei wird im aktuellen Verzeichnis abgelegt. Jetzt kann sie ausführbar gemacht und gestartet werden. Die heruntergeladenen und extrahierten Dateien im AppImage Ablauf werden im Verzeichnis LibreOfficeDev landen.
Für weitere Beispiele und eine volle Dokumentation siehe die Wiki Seiten für LOAIH.
Manuelle Installation
Schritt 1: Systemarchitektur herausfinden
LibreOffice Packages werden für die beiden Haupttypen von Linux: RPM und DEB, und für die drei unterschiedlichen Architekturen x86 (bis 6.2), x86_64 und aarch64 (ab 25.8) angeboten.
RPM-Pakete werden für Linuxdistributionen verwendet, die auf Fedora, openSUSE, Mandriva usw. basieren.
DEB-Pakete werden für Linuxdistributionen verwendet, die auf Debian, ubuntu, etc. basieren.
Wenn Sie nicht sicher sind, welche Architektur von Ihrem System verwendet wird, öffnen Sie ein Terminal (die Konsole in KDE, das gnome terminal in gnome) und geben Sie folgendes ein:
uname -m
wenn die Ausgabe "x86_64" ist, liegt ein 64-Bit System vor. Wenn die Ausgabe irgendetwas wie "i386" oder "i586" ist, hat die CPU 32 Bit. Wenn das Kommando "uname -i" "unknown" antwortet, wird folgendes versucht:
uname -a
Die Abfrage sollte "x86_64" für eine 64-bit CPU und so etwas wie "i386" oder "i586" für eine 32-bit CPU liefern.
Das Ermitteln der CPU-Architektur ist wichtig, da sich die Packages für die unterschiedlichen CPU-Typen unterscheiden.
Schritt 2: Herunterladen und Entpacken der Installationsdateien
Nach dem Download des richtigen Packages wird selbiges entpackt, entweder graphisch mit den Tools der Desktop-Umgebung (z. Bsp. im KDE: ▸ ) oder mit folgendem Kommando im Terminal:
tar -vxzf file-nameein Ordner mit dem Namen LibO_3.3.0rc2_Linux_x86-64_install-rpm_de oder so ähnlich wird angelegt. In diesem Ordner liegt ein Ordner RPM oder DEBS, abhängig von der heruntergeladenen Version. In diesem Ordner liegen einige andere Ordner und ungefähr 50 Dateien.
Schritt 3: das Ziel der Installation optimieren
Von innerhalb des (RPMS oder DEBS) Ordners wird ein neuer Ordner mit einem einfachen Namen wie "install" angelegt. Die Neuanlage erfolgt über den Dateimanager oder aus der Shell mit mkdir install. Dazu wird ein virtuelles Terminal in diesem Ordner gestartet. Oder in einem bereits laufenden Terminal mit cd install in dieses Verzeichnis gewechselt. Von hier aus wird wie ein normaler Nutzer weitergemacht:
Bei RPM packages:
for i in ../*.rpm; do rpm2cpio $i | cpio -id; doneBei einigen Distributionen wie ArchLinux wird anstatt cpio bsdtar verwendet:
for i in ../*.rpm; do rpm2cpio $i | bsdtar -xf -; doneBei DEB packages:
for i in ../*.deb; do dpkg-deb -x $i . ; done
oder alternativ (wenn dpkg-deb nicht vorhanden ist):
for i in ../*.deb; do ar p $i data.tar.xz | tar -xJf - ; doneDas entsprechende Kommando wird eingegeben exakt wie oben angegeben! Nicht ein einziger Punkt wird unterschlagen!
Ein neuer Ordner "opt" wurde angelegt. Hier befindet sich mit einigen anderen Ordnern und Dateien die ganze LibreOffice Installation.
Schritt 4 (Optional, aber fürs Testen empfohlen): Ändern des Ablageortes für das Benutzerprofil
Hinweis: siehe auch unter Ausführliche Detailinfos zum Benutzerprofil.
Standardmäßig liegt das Benutzerprofil in ~/.config/libreoffice/4/user/ (Versionen seit LibreOffice 4, ältere Versionen nutzen ~/.libreoffice/3/user).
Das Benutzerverzeichnis für die neue Installation kann geändert werden. Dazu wird der Eintrag in der Datei bootstraprc wie folgt bearbeitet
path-to-install-folder/install/opt/libreoffice/program/bootstraprc
Dazu braucht man Schreibberechtigung für diese Datei. Die Schreibberechtigung wird entweder über die Desktop-Tools (z. Bsp. im KDE: ▸ ▸ und Änderung des Wertes für Eigentümer auf "Lesen und Schreiben möglich") oder über das Kommando chmod in einer Kommandozeile:
chmod +w bootstraprc
Die Änderung in dieser Datei ändert den Wert für die Variable "UserInstallation" von $SYSUSERCONFIG/.libreoffice/3 auf irgendein anderes beliebiges Verzeichnis. Zum Beispiel:
UserInstallation=$ORIGIN/..
(Keiner der Punkte wird vergessen!) ändert den Ordner in den Ordner "install". dieser ist eine Ebene über der dem Ordner $ORIGIN.
Schritt 5, Optional: Ein Language Pack zuordnen
Nach dem Entpacken des Language Packages genauso wie oben für die Installation Packages beschrieben wird ein Ordner "opt" mit allen lokalisierten Dateien. Im Ordner, der den Ordner opt enthält, wir ein Terminal geöffnet. Nun wird eine "rekursive Kopie" des Ordners mit der ganzen LibreOffice Suite gefahren.
cp -R * path-to-install-folder/install/
Schritt 6, Optional: Ein lokales Hilfe Pack anwenden
Nachdem das language pack genauso wie die Installations Packages entpackt wurde, wird ein Ordner "opt" für all die lokalisierten Hilfe-Dateien angelegt. Im Verzeichnis für diesen neuen opt-Ordner wir ein Terminal geöffnet. nun wird eine "rekursive Kopie" des Ordners mit der ganzen LibreOffice Suite gefahren.
cp -R * path-to-install-folder/install/
Schritt 7: Die Applikation starten
Auf oberster Ebene des LibreOffice Verzeichnisses wird ein Skript zum Start des Programms angelegt:
Alternative:
Im
path-to-install-folder/install/opt/libreoffice/programsind einige Skripts zum Start der verschiedenen LibreOffice Apps: soffice, swriter, scalc, sdraw, simpress.
Hinweis: mit dieser Art der "manuellen Installation" kann das desktop integration package nicht genutzt werden. Es müssen einige Dateien von Hand hinzugefügt werden. Genauso müssen einige Menüeinträge manuell angelegt werden - sofern dies gewünscht ist. Aber es geht ja auch ohne Desktop Integration. Es ist auch ein leichtes, LibreOffice oder eines seiner Apps aus einer Shell zu starten. Dazu muss nur in den Programm-Ordner der eben angelegten Installation gewechselt werden und die gewünschte Appliktion gestartet werden. Der Ordner könnte vielleicht so aussehen: install/opt/libreoffice3.4/program. Zum Beispiel wird folgendes eingegeben:
./sofficeum LibreOffice zu starten oder
./swriter
um LibreOffice Writer zu starten. Oder ./scalc für Calc, ./simpress für Impress, usw.
Natürlich können die eben genannten LibreOffice Apps auch über einen Klick auf den Dateinamen im Dateimanager gestartet werden (soffice, swriter, scalc, sdraw, simpress, smath oder sbase). Aber ein Start aus einer Shell gibt einige zusätzliche Infos über den Programmablauf. Diese könnten beim Testen/Debuggen hilfreich sein.